Kommunale Maßnahmen zur Unterstützung von Trennungsfamilien

Gesprächsabend vom „Väteraufbruch für Kinder“ e.V. am 05.04.2018

Im Rahmen der Kommunalwahl 2018 sind politische Vertreter eingeladen worden, die im Jugendhilfeausschuss der Stadt Kiel mitarbeiten und zugleich für den Stadtrat kandidieren.

Eingeladen wurden:

SPD, Volkhard Hanns (WK24-Friedrichsort Holtenau), Ratsherr in Kiel, Mitglied im JHA

CDU, Jan Wohlfarth (WK6-Wik), Ratsherr in Kiel, Mitglied im JHA

FDP, Christina Musculus Stahnke (WK2-Schrevenpark), Ratsfrau in Kiel, Familienanwältin

Die Grünen, Andrea Hake (WK11-Mettenhof West), Ratsfrau in Kiel, Stellv. Mitglied im JHA

SSW, Dr. Susanna Swoboda (WK4-Brunswik Universität), Ratsfrau in Kiel, Vorsitzende im JHA

Die Linke, Mike Preuß (WK21-Dietrichsdorf), Stellv. Mitglied im JHA

Moderation: Ulrich Severin, Mitglied im Bundesvorstand „Väteraufbruch für Kinder“ e.V.

Nicht teilgenommen haben:

SSW und Die Linke

 


Gemeinsamer Infostand

vom "Väteraufbruch für Kinder" und

"Den-Kindern-Beide-Eltern"

Am 19. und 20. August 2017 informierte die Kreisgruppe Kiel zusammen mit der Interessengemeinschaft aus Eutin auf dem Stadtfest Eutin, mit einem INFOSTAND.


Podiumsdiskussion - Maßnahmen bei hoch strittiger Elternschaft

Video - 20. April 2017 - Kommunikationszentrum "Pumpe" e.V

 

 


Podiumsdiskussion der Kreisgruppe Kiel vom 26.04.2012

Schutzmaßnahmen der Landesregierung gegen seelische Kindeswohlgefährdung

 

Auf der Veranstaltung erschienen alle geladenen Gäste außer dem Vertreter der CDU. Herr Minister Dr. Heiner Garg (FDP) und Herr Adolf-Martin Möller (Stadtrat für Soziales in Kiel) hatten die Teilnahme schon im Vorfeld aus terminlichen Gründen und ohne Vertretung abgesagt.

Nach der Eröffnungsrede vom Kreisgruppensprecher wurde ein Einführungsreferat von Herrn Ernst Elmar Bergmann (Rechtsanwalt u. Familienrichter a. d.) gehalten, der in seiner Tätigkeit als Richter erstmalig Verfahrensbeistände und lösungsorientierte Gutachten einführte.

In seinen Ausführungen forderte Herr Bergmann die Aufstockung von Finanzmittel für Beratungsstellen und freie Träger. Er erwähnte, dass Mütter öfter zu Beratungsstellen gehen würden als Väter, ging aber auf die Beratungsresistenten Elternteile nur in so fern ein, dass durch das neue FGG die Eltern zur Beratung gezwungen werden können.

Jugendämter (JA) und Gerichte (AG) würden im allgemeinen gut arbeiten, sollten sich aber an die Gesetze halten. So sind die Sozialarbeiter verunsichert mit der Handhabung des § 1666 und stimmen der Fremdunterbringung von Kindern zu schnell zu. Die JA-Mitarbeiter sind überlastet und überfordert. Zusätzlich ist ihre Ausbildung miserabel. Herr Bergmann fordert eine funktionierende Dienstaufsicht durch die Landesjugendämter, gesetzliche Pflichtfortbildungen und externe Supervisionen bei schweren Fällen.

Familienrichter sind schlecht ausgebildet und unerfahren, da es nur eine freiwillige Fortbildung der Richter gibt und keine gesetzliche Verpflichtung. Durch diese mangelnde fachliche Qualifikation können sie die überwiegend falschen und unbrauchbaren Gutachten nicht beurteilen. Gerichte und Gutachter fördern, durch die zeitliche Verzögerung, immer noch die Eltern-Kind-Entfremdung.

Herr Bergmann hält die Diskussion über die Aufnahme von PAS in den ICD Index für müßig, hält eine PAS-Studie für längst überfällig, ist gegen die Herdprämie und lehnt die Antragslösung für die gemeinsame Sorge ab.

Herr Flemming Meyer vom SSW fordert eine gesellschaftliche Debatte über das Thema. Kindergärten und Schulen sollten, durch Schulungen und Fortbildungen, über die Problematik informiert werden. Er kritisiert, das im Bericht zum Kinderschutz 2010 das Thema Eltern-Kind-Entfremdung nicht vorkommt. Er forderte eine PAS- Studie, ist für die automatische gemeinsame Sorge und kritisierte das Fernbleiben der FDP und CDU.

Herr Bernd Heinemann von der SPD fordert, das das Thema Elternentfremdung in den Bildungsberufen, den Ausbildungen von Sozialpädagogen und in den Medien thematisiert wird und schlägt vor, bei künftigen Ausschusssitzungen den VAfK anzuhören.

Frau Antje Jansen vonDie Linke betont, das die Problematiken der Jugendämter aus mangelnden finanziellen Zuwendungen resultiert. Eine PAS- Studie sei noch nicht notwendig.

Herr Fabian Frei vonBündnis 90/Die Grünen fordert mehr Angebot der Familienzentren zum Thema Elternentfremdung und die Aufnahme der Problematik in das Kinderschutzgesetz.

Herr Pasquale Moritz von der Piratenpartei hält einen Zwang zur Mediation für nicht sinnvoll. Er fordert eine Sensibilisierung der Schulen mit dem Thema und mehr öffentliche Information. Jugendämter wissen nichts über PAS. Er ist für die gemeinsame automatische Sorge.


Info-Stand im Dezember 2014

Wie jedes Jahr zur Weihnachtszeit, seit 2009, informierte die Kreisgruppe Kiel mit einem Infostand im Holstentörn Kiel unter dem Motto: “Weihnachten fällt aus“. Erneut wurde auf Missstände im Familienrecht aufmerksam gemacht und die Bevölkerung über die desolate Familienrechtssituation, und den Zielen und Tätigkeiten des VAfK, informiert.

An den zwei Tagen, an denen der Stand von 09:00-19:30 Uhr besetzt war, wurden ca. 1500 Handzettel, 200 Infoblätter und über 100 Flyer verteilt.

Wie jedes Jahr stieß die Aktion auf ein großes Interesse in der Bevölkerung. Quer durch alle Altersgruppen erhielten wir Solidaritätsbekenntnisse und bedingungslosen Zuspruch. Erneut wurden viele Kontakte geknüpft und die Bevölkerung für unser Anliegen sensibilisiert. Die Aktion war, wie jedes Jahr, ein voller Erfolg.