Tätigkeitserklärungen

Der Verfahrenspfleger (Vertreter des Kindes)

Mit der Reform des Familienverfahrensrechts (FamFG RG), welches am 01.09.2009 in Kraft trat, wurde der Verfahrenspfleger in -Verfahrensbeistand- umbenannt und nun in § 158 FamFG geregelt.

Es gibt keine staatliche Ausbildung zum V-Pfleger.


Der Verfahrensbeistand

ist tätig auf der Grundlage des § 158 FamFG und, nach Abs. 4 Satz 6, nicht gesetzlicher Vertreter. Das Gericht hat Art und Umfang der Beauftragung konkret festzulegen und die Beauftragung zu begründen. Vergütung für den V.-Beistand: 350,- bis 550,- EUR.

Siehe auch: www.anwaltdeskindes-muenchen.de/index.php/rechtsgrundlage

Siehe auch: www.verfahrensbeistand-bag.de

Gesetzliche Anforderungen an die Qualifikation des berufsmäßigen Verfahrensbeistandes gibt es nicht.

Der Umgangspfleger

soll den Umgangs zwischen dem Kind und dem umgangsberechtigten Elternteil/der Bezugsperson fördern, bzw. eine gerichtliche Umgangsregelung oder eine entsprechende Vereinbarung der Eltern umsetzen. Dieses ist eine Form der Ergänzungspflegschaft und in § 1684 Abs. II BGB spezialgesetzlich geregelt. Die Bestellung erfolgte nach den allgemeinen Regeln für die Ergänzungspflegschaft (§§ 1626, 1796, 1909 BGB).

Siehe auch: www.anwaltdeskindes-muenchen.de/index.php/umgangspflegschaft

Eine förmliche Ausbildung zum Umgangspfleger wird nicht verlangt.

Der Mediator

ist ein neutraler Vermittler bei Streitigkeiten, schafft die Rahmenbedingungen für faire Kommunikation und Verhandlungen, berücksichtigt die Interessen aller Beteiligten, achtet darauf, dass beide Parteien zumindest einen lebbaren Kompromiss erarbeiten, leitet das Gespräch, damit beide Parteien genügend Möglichkeiten zur Darlegung ihres Konfliktes haben, wertet und urteilt nicht, trifft keine Entscheidung, hilft bei der gemeinsamen Problembearbeitung indem erst einmal die Entwicklung eines kontinuierlichen Dialogs zwischen den Beteiligten hergestellt wird, unterstützt bei der Entwicklung individueller Lösungen für die Zukunft, hält die Ergebnisse schriftlich fest, behandelt den Inhalt der Verhandlungen vertraulich und unterliegt der gesetzlichen Schweigepflicht. Als Mediator kann deshalb streng genommen jeder tätig werden, der sich hierzu berufen fühlt. Der BegriffMediatorist keine geschützte Berufsbezeichnung.