Die Landeshauptstadt Kiel braucht keine Behörde, die Gerichtsbeschlüsse vom Familiengericht nicht durchsetzen kann. Die Steuergelder kann sich die Bevölkerung sparen.


Leere Wahlversprechen der Jamaika-Fraktionen ?!

Auf der Podiumsdiskussion am 20.04.2017 bekannten sich alle Fraktionen für die Einführung der Doppelresidenz bzw. Wechselmodells, bei Trennung der Eltern. Im Gegensatz zum Koalitionsvertrag in NRW, ist nichts davon in Schleswig-Holstein vorhanden.

Auszug, Seite 6, NRW-Koalitionsvertrag zwischen CDU und FDP: "Ehen können scheitern. Doch von Kindern darf nicht erwartet werden, sich zwischen ihren Eltern entscheiden zu müssen. Wir fordern eine stärkere Berücksichtigung der Betreuungspflicht für beide Elternteile. Kinder sollen einen Anspruch darauf haben, auch im Trennungsfall mit beiden Eltern zu leben, idealerweise im regelmäßigen Wechsel (Doppelresidenz / Wechselmodell)"

Im Koalitionsvertrag von CDU, GRÜNEN, FDP in Schleswig-Holstein fehlen diese Aussagen.



Am 4. Juli 2016 fand in Großhansdorf die Veranstaltung: „Trennungskinder – Zuhause an zwei Orten?“ statt. Organisiert wurde die Veranstaltung vom FDP Bezirksverband Grosshansdorf-Hoisdorf-Siek zusammen mit dem FDP Kreisverband Stormarn. Lesen Sie einen Gastbeitrag über die Veranstaltung vom FDP Bezirksverband.

Die Welt, 02.05.2017 : Interview mit Katja Suding (stellvertretende Bundesvorsitzende der FDP)

Wenn Eltern sich trennen, dürfen Kinder nicht darunter leiden! Viel zu oft verhindert ein Elternteil nach der Trennung den Kontakt des Ex-Partnerns mit den Kindern oder schränkt ihn massiv ein. Unsere Rechtsprechung geht aktuell vom Residenzmodell aus, bei dem das Kind bei einem Elternteil lebt. Wir Freie Demokraten fordern eine Anpassung und wollen das Wechselmodell zum Standard erheben, bei dem Kinder gleichberechtigt bei beiden Elternteilen aufwachsen - sofern im Einzelfall nichts dagegenspricht. Entscheidend ist immer das Kindeswohl! (06.04.2017)


Im August 2016 stellte die Piratenpartei eine kleine Anfrage zu familienrechtlichen Verfahren im Land. Die Anfrage bezog sich auf Sorgerechts- und Umgangsanträge sowie Sachverständigenbestellungen. Ergänzend gab es eine Anfrage zur Haltung der Landesregierung bezüglich der Europarat Resolution 2079. Drei von sechs Fragen wurden nicht beantwortet.

(Die SPD, Grüne und SSW regieren mit einem Sitz Mehrheit das Land S.-H.)


Keine ärztliche Auskunft an getrennt lebendes Elternteil ?!

Die Kreisgruppe Kiel vom Väteraufbruch für Kinder e.V. (VAfK) stellt fest, dass vermehrt Fälle auftauchen in denen das getrennt lebende Elternteil mit gemeinsamer Sorge keine ärztliche Auskunft über den Gesundheitszustand seiner Kinder erhält. Gerade wenn die Kommunikation zwischen den Eltern gestört ist oder einseitig unterbunden wird führt das häufig zu Streitigkeiten, die dann leider sehr oft in einem Rechtsstreit enden.

03.02.2016 – Frage des VAfK an die Ärztekammer Schleswig-Holstein:

Besteht die ärztliche Schweigepflicht auch gegenüber den getrennt lebenden sorgeberechtigten Elternteil?

23.02.2016 – Antwort von der Ärztekammer Schleswig-Holstein:

Inwiefern ein Arzt bei gemeinsamer Sorge getrennt lebender Elternteile berechtigt sein mag, die ärztliche Schweigepflicht zu durchbrechen, bzw. beide Elternteile zu informieren, wäre in dem jeweils zugrundeliegenden Einzelfall zu prüfen. Im Ergebnis verbleibt uns somit nur die Möglichkeit, Ihnen zu empfehlen, sich in den von Ihnen aufgeworfenen familienrechtlich geprägten Fragen an einen entsprechenden Fachanwalt zu wenden.


Fachhochschule Kiel kooperiert nur mit VamV

Konzeptvorschlag des VAfK zu einer geplanten Veranstaltung zum Thema:

“Hochstrittige Umgangskonflikte - Kinder zwischen Justiz und Behörden“

Am 24.08.07 wurde der Dekanin der Fachhochschule(FH) Kiel, Prof. Dr. Raingard Knauer, und der mit der Fachaufsicht beauftragten Lehrkraft, Prof. Dr. Ariane Schorn, ein Fachtagungskonzept des VAFK vorgestellt, mit der Anfrage nach kooperativer Zusammenarbeit.

Mit dieser Tagung sollten Fachkräfte aus dem Bereich der Jugendhilfe, Soziale Dienste, Erziehungsberatungsstellen, freie Träger, Familienrichter, Fachanwälte, Gutachter und Verfahrenspfleger angesprochen werden. Auf der Tagung sollte den Entscheidungsträgern neue Arbeitsweisen bei hochstrittigen Umgangskonflikten, die praktizierte gerichtliche Praxis, die gesetzlichen Rahmenbedingungen, neue Lösungsmöglichkeiten, Belastungen und Konsequenzen der Betroffenen sowie Alternativen zur Konfliktminderung vermittelt werden.

Ziel war es unter anderen, den Tagungsteilnehmern alternative und kindgerechte Handlungsangebote zu zeigen, um ihre Tätigkeiten effektiver und effizienter zu gestalten. Mehrere Hauptreferenten standen zur Verfügung (Jürgen Rudolph, Ursula Kodjoe, ect.)

Die Fachaufsicht der Fachhochschule Kiel teilte am 13.09.07 folgendes mit:

1.) Wir als Hochschule/Vertreter der Hochschule haben die Aufgabe, darauf zu achten, dass sich die hier stattfindenden Veranstaltungen in einem fachlichen bzw. wissenschaftlichen Rahmen bewegen.

2.) In diesem Zusammenhang ist die Kooperation mit deutlich interessengebundenen Institutionen heikel.

3.) Das Thema Ausgewogenheit betrifft auch die Inhalte selbst: Da das Cochemer-Modell "heiß" diskutiert wird, müsste auch eine kritische Stimme Platz haben.

Drauf hin fand am 17.09.07 ein persönliches Gespräch mit Frau Prof. Dr. Ariane Schorn statt. Dem VAfK wurde mitgeteilt, dass die Fachhochschule, nicht an einer Kooperation interessiert ist. Wegen der Unausgewogenheit in der Wahl der Hauptreferenten, der deutlich interessengebundenen Darstellung und der Zweifel an einer fachlichen bzw. wissenschaftlichen Aussage der Referenten, ist die FH - Kiel zu keiner Kooperation bereit. Zu kooperativen Verbindungen zum „Verband alleinerziehender Mütter und Väter“(VAMV) aber sehr wohl.

Es stellt sich hier die Frage, warum eine Zusammenarbeit mit dem VAMV möglich ist, und mit dem VAfK nicht. Es drängt sich der Verdacht auf, dass sich die Hochschule hier nicht auf neutralen Boden bewegt, sondern eine interessensgebundene Sichtweise hat. Bedauerlich ist, dass ideologische Sichtweisen anscheinend bis in die Hochschulen gelangen, zur selektiven Wissensvermittlung beitragen, den Studenten einseitige Handlungsweisen vermitteln und neue Wege in der Konfliktlösung bei Umgangs- und Sorgerechtsstreitigkeiten verhindert werden sollen.